Klimahafen Gelsenkirchen

 

Im bereits gestarteten „Klimahafen Gelsenkirchen“ wollen 17 Unternehmen eine Blaupause für die klimaneutrale Transformation eines ganzen Industrie- und Logistikareals entwickeln. Zur Dekarbonisierung ihrer Prozesswärme streben die energieintensiven Betriebe dabei die zügige Anbindung an eine leitungsgebundene Versorgung mit grünem Wasserstoff an.

Die bereits Mitte 2021 von Unternehmen aus dem Stadthafen Gelsenkirchen und der näheren Umgebung mit Unterstützung von Stadt, Wissenschaftspark und IHK Nord Westfalen gestartete Initiative umfasst mittlerweile 17 Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Gemeinsames Ziel ist eine schnelle Transformation zur Klimaneutralität durch eigenes Handeln und wo dies nicht ausreicht ein gemeinsames Engagement zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen. Pilotvorhaben ist die Dekarbonisierung der Prozesswärme in energieintensiven Betrieben. Mit einem jährlichen Wärmebedarf von rd. 500.000 Megawattstunden (MWh) hat der Unternehmenscluster dabei eine bundesweite Alleinstellung und steht prototypisch für den industriellen Mittelstand. Zur Dekarbonisierung der Prozesswärme fordert die Initiative die Verlängerung der 2024 in Gelsenkirchen-Scholven aus Richtung Norden ankommende Wasserstoff-Pipeline GetH2 in den Stadthafen. Alternativ prüft die Initiative aktuell mit mehreren Interessenten aus der Energiewirtschaft die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Errichtung eines Großelektrolyseurs zur lokalen Wasserstoffproduktion in der Nähe des Klimahafens. Im Bereich Mobilität ermittelt die Initiative derzeit den Bedarf und die Machbarkeit für eine trimodale Wasserstoff-Tankstelle zur Betankung von LKWs, Schienenfahrzeugen und Binnenschiffen.

Weitere Informationen zur Initiative "Klimahafen Gelsenkirchen" finden sich unter www.klimahafen-gelsenkirchen.de.